Spazieren Mutter Tochter

Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern.

Kinder brauchen keine perfekten Eltern, um sich gesund zu entwickeln. Sie müssen sich aber auf ihre Eltern oder Bezugspersonen verlassen können und mit all ihren Stärken und Schwächen geliebt, angenommen und unterstützt werden.

Normal ist die Vielfalt.

Manche Kinder sind fast den ganzen Winter über erkältet, andere gar nie. Kinder und Jugendliche  sind körperlich unterschiedlich robust. Das Gleiche gilt für die Psyche. Manche Kinder reagieren sehr sensibel auf kleinste Veränderungen. Anderen können auch schwierige Situationen wenig anhaben. Unterschiede in der Belastbarkeit sind normal und es gilt sie zu akzeptieren. Man kann die psychische Widerstandskraft von Kindern jedoch auch fördern.

Das tut Kindern gut.

Die ersten Lebensjahre sind für die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes von herausragender Bedeutung. Hier wird die Grundlage für das Vertrauen in sich selbst und in seine Mitmenschen gelegt. Menschen mit einem guten Selbstvertrauen leben unbelasteter und zufriedener. Und sie sind weniger häufig von psychischen Erkrankungen betroffen.

Was Sie tun können:

Geborgenheit und Verlässlichkeit:

Ein Kind braucht von mindestens einer Bezugsperson bedingungslose Liebe, Aufmerksamkeit und Zuverlässigkeit. Fürsorge und Schutz sind entscheidend für eine gesunde Entwicklung.

Anerkennung und Interesse

Jedes Kind ist einzigartig. Richten Sie Ihren Fokus auf das, was ein Kind gut kann, nicht auf seine Schwächen. Vergleichen Sie es nicht mit andern, sondern lassen Sie einem Kind Zeit für seine Entwicklung und interessieren Sie sich für das, was es selber spannend findet. So können Kinder Selbstvertrauen entwickeln.

Zutrauen und Vertrauen

Trauen Sie einem Kind – unter angemessener Berücksichtigung seines Alters – etwas zu. Freuen Sie sich an allem, was es bereits selbst kann, und bestärken Sie es, wenn es etwas selbst versuchen möchte. So kann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen.

Ein geregelter Alltag

Regeln und Rituale geben Kindern Orientierung. Sie helfen ihnen, die Welt besser zu begreifen und Reaktionen der Umgebung vorhersehbar zu machen. So gewinnen Kinder Vertrauen in ihre Mitmenschen und in die Welt.

Gefühle ernst nehmen

Gefühle wahrnehmen und einordnen zu können, ist eine wichtige Fähigkeit. Gefühle dienen als Kompass: Sie helfen, sich abzugrenzen, bevor alles zuviel wird; sich zu verteidigen, wenn die eigenen Grenzen überschritten werden; sich Dingen zuzuwenden, die Freude machen. Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst,auch wenn Sie diese nicht immer nachvollziehen können. Auch negative Gefühle dürfen sein, ohne dass Erwachsene sie sofort kleinreden und versuchen, das Kind aufzuheitern.Sprechen Sie mit dem Kind über Gefühle und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen, wie mit negativen Gefühlen umgegangen werden kann.

Spielen und Entdecken

Das Spielbedürfnis des gesunden Kindes ist so elementar wie Hunger und Durst. Sorgen Sie für ausreichend freie Zeit zum Spielen, auch bei Schulkindern! Alltagsmaterialien und Spielzeug, das vielseitig verwendet werden kann, sind wertvoller als viele teure Spielsachen. Geben Sie einem Kind Raum für seine Neugier, auch in der Natur. Lassen Sie ihm Zeit, zu experimentieren und eigene Lösungen zu finden. So fördern Sie seine Kreativität und Lernfreude. Wichtig: Reizüberflutung und Lärm, hektische Atmosphäre und Überhäufung mit Spielmaterial lähmen das kindlicheSpiel. Spielzeuge mit Funktionen auf Knopfdruck sind nicht phantasieanregend und wenig entwicklungsfördernd. Bildschirmmedien (TV, Computer, Smartphones, Spielkonsolenetc.) sollten erst nach dem 3. Geburtstag und nur unter Anleitung und Begleitung durch Erwachsene eingesetzt werden.

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