Arbeitskollegin spricht mit Arbeitskollegen

Schadet Stress?

Wir sind durchaus dafür geschaffen, akute Stresssituationen zu bewältigen. Chronischer, also lang andauernder Stress hingegen gefährdet unsere Gesundheit – die körperliche wie die psychische.

Was macht chronischen Stress so gefährlich?

In Stresssituationen schüttet der Körper einen Botenstoff- und Hormoncocktail aus, der kurzfristig Kräfte mobilisiert und uns befähigt, das aktuelle Ereignis zu bewältigen. Ist der Stress vorbei, regulieren sich die Stoffe im Körper wieder auf das Normalniveau. Chronischer Stress legt diesen Regulationsmechanismus lahm. Das macht uns anfällig für körperliche und psychische Erkrankungen, zum Beispiel für Depressionen, Demenz, Bluthochdruck oder Rückenschmerzen.

Entspannung, die den Energietank füllt.

Stressreduktion ist also angesagt. Geben Sie aktiver Erholung den Vorzug. Also nicht aufs Sofa fläzen und den Fernseher anmachen, sondern im See schwimmen, einen Spaziergang machen, den Yogakurs besuchen, einen Stuhl schreinern. Es braucht ein wenig Überwindung, aber danach ist die geistige Müdigkeit weg, Sie fühlen sich erfrischt. Tipp: Erlernen Sie ein bewährtes Entspannungsverfahren, wie beispielsweise progressive Muskelrelaxation, autogenes Training oder Meditation). Üben Sie es so gut ein, dass Körper und Psyche mit der Zeit «wissen», wie sie ganz schnell in den entspannten Zustand gelangen.

Die mentale Flexibilität trainieren...

Unser Denken beeinflusst den Stresspegel. Versuchen Sie, belastende Gedanken zu hinterfragen und stressige Situationen neu zu bewerten. Ein Beispiel: Die regelmässigen Wutausbrüche Ihres Vorgesetzten belasten Sie. An Ihrer Kollegin aber scheinen sie abzuperlen. Wie beurteilt sie wohl die Situation? Achten Sie auch darauf, wie Sie über sich denken. Es ist ein riesiger Unterschied, ob Sie denken: «Ich bin ein Versager», oder ob Sie denken: «Ich habe im Moment bloss den Gedanken, dass ich ein Versager bin.»

... und was sonst noch hilft.

Soziale Beziehungen, Freundinnen und Freunde, Spiritualität, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung vergrössern die Widerstandskraft gegen Stress ebenfalls. Das Gleiche gilt für Sinnhaftigkeit, die Sie zum Beispiel in einem Freiwilligenengagement finden.

Empfohlene Website:

Ich und Stress: www.stressnostress.ch. Die Website stressnostress beschreibt, was man in 5 Schritten selbst gegen Stress tun kann.

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